Erlebnisgarten

Im Jahr 1993 wurde das östlich der Rohräckerschule gelegene Freigelände neu modelliert und mit rollstuhlgerechten Wegen versehen. Die Schülerinnen und Schüler finden dort in Begleitung ihrer Lehrkräfte vielfältige Spiel- und Erfahrungsmöglichkeiten vor.

Der Erfahrungs- und Erlebnisgarten bietet gleichzeitig Raum für Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten von Schülerinnen und Schülern aller Schulen und Jugendeinrichtungen des Stadtteils. Er steht allen Einrichtungen der Rohräckerschule als Erfahrungs- und Erlebnisgarten (EEG) zur Verfügung Für das schulische Angebot der Ganztagesschulen stellt der EEG mit seinen vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten eine enorme Bereicherung dar.
Traditionell findet in Zusammenarbeit mit den Eltern aller Schulen und Schulkindergärten jeweils im Frühjahr ein schulübergreifender Arbeitseinsatz zur Unterhaltung und Pflege des Freigeländes statt. 


Unser Klassenzimmer im Grünen
Vielseitige elementare Erfahrungen, die Kinder früher in ihrer Umgebung machen konnten, bleiben ihnen heute meist verwehrt. Mit den Angeboten des Erlebnis- und Erfahrungsgarten können unsere Schülerinnen und Schüler für ihre Entwicklung wichtige Sinneserfahrungen sammeln. Sie werden zu Eigenaktivitäten angeregt und können die Elemente mit allen Sinnen in naturnahen Zusammenhängen erfahren. Dies ist ein wichtiges Bildungsziel unserer Schulen und unverzichtbare Grundlage für individuelles und soziales Lernen.


Schulgarten
auch für stark bewegungsbeeinträchtigte Menschen. Die gestuften Beete ermöglichen es auch Rollstuhl- und Rollbrettfahrern die Erde als Lebensspenderin zu erfahren und selbst Verantwortung als Gärtner zu übernehmen.

Festplatz
Ausgangs- und Sammelpunkt bei Aufenthalten im Erlebnis- und Erfahrungsgarten. Ort für gemeinsames Feiern und Festen.

Bauen
Dem Bauen von Behausungen liegt ein menschliches Urbedürfnis zugrunde: Der schöpferische Prozess lässt sich gliedern in Tätigkeiten des Empfindens, Wahrnehmens und Gestaltens. Empfinden: Entdecken und Ergreifen unterschiedlicher Materialien. Wahrnehmen: Überprüfen von Materialien auf ihre Eignung im Hinblick auf die eigenen Gestaltungsvorstellungen. Gestalten: sich Ausdruck verschaffen. Gemeinsam Lebensräume gestalten mit verschiedenen individuellen Fähigkeiten; sich die Welt aneignen; sich mit dem gemeinsam Erlebten identifizieren.

Feuerstelle und Backofen
Flammen, Hitze, Funkenflug, der Geschmack des Rauches und die Aura von Gefahr wecken starke Empfindungen und lösen emotionale Prozesse aus. Das Geschehen rund um Feuer und Backofen regen in besonderem Maße an, von sich aus aktiv zu werden, Geduld und Ausdauer zu schulen und Mühen auf sich zu nehmen.

Erde, Sand und Lehm
Basale Materialerfahrungen: Sand rieselt, klebt mit Wasser, man kann formen, sieben, abfüllen, verdichten, wiegen, streichen, fühlen, Rinnen graben und mit Wasser füllen, Spuren hinterlassen.. Bauwerksgerüst und Rutsche stehen im Sand, Erfahrungen von Höhe und Schwerkraft, das Erproben individueller Fähigkeiten und Grenzen sind gefahrlos möglich.

Windturm
Windspiele bieten akustische und optische Erlebnisse, ermöglichen Einblicke in Zusammenhänge von Ursache und Wirkung. Der erhöhte Standpunkt weitet den Blick.

Spielwiese
für Kreis- und Wettspiele, Sport und Spaß. Ebene und Hang fordern zu vielerlei Bewegungsspielen heraus. Bei sportlichen Anlässen ist Platz für Zuschauer und Akteure.

Irrgarten und Labyrinth
Äußere Orientierungserfahrungen fördern die Entwicklung innerer Orientierungsfähigkeit. Im Labyrinth führt der weiteste Umweg im spiralförmigen und gegenläufigen Umkreisen der Mitte am schnellsten und direktesten zum Ziel. Im Irrgarten helfen Düfte und verschiedene Untergründe bei der Orientierung.

Wasser
Spiel mit Wasser ist Begegnung mit der eigenen Körperlichkeit Ruhe und Bewegung, Fließen und Stauen, Kälte und Wärme. Der Fluss des Wassers kann gelenkt werden. Bachlauf und Furt werden als überwindbare Hindernisse erlebt.